Rückblick

Ketziner Fischerman 01.07.2018

Heute begann die zweite Jahreshälfte des Jahres 2018! Diese zweite Hälfte starteten auch wir mit einer ganz neuen Herausforderung, einem Event der Extraklasse, einer Erfahrung, welche wir so schnell nicht vergessen werden. Einem TRIATHLON! Unserem ersten Triathlon!

Zu früher Stunde, die Uhr schlug gerade 7, machten sich Paul, Thomas, Leo und Marcus auf den Weg in die schöne Stadt Ketzin/Havel. Bepackt mit einem Anhänger und vier Rädern erreichten wir das Ziel um kurz vor 8 Uhr.

Nach der erfolgreichen Registrierung und Entgegennahme der Transponder sowie weiteren Startunterlagen, ging es für uns in die Wechselzone. Hier konnten wir unsere Räder sowie Sachen in Ruhe positionieren und uns auf den Wettkampf vorbereiten. Bereits hier wurde uns klar, dass der Volkstriathlon nicht ausschließlich vom normalen Volk genutzt wurde, sondern der Eine oder Andere Spitzenathlet aus entsprechenden Vereinen am Start war.

Trotz früher Stunde waren schon jetzt zahlreiche Fans auf den Beinen, um dieses Spektakel erleben zu können, auch ein Kuchenstand, Massagestand und viel mehr war aufgebaut, um eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen.

Um 9 Uhr gab es dann die Einweisung der Athleten und 9:30 Uhr war der Startschuss der ersten Welle, welche aus den Athleten mit roten Badekappen bestand, welche zugleich die ambitionierten Schwimmer waren.

2 1/2 Minuten später wurde es dann auch für uns Helden in weißen Badekappen ernst. Es ging ab in die Havel auf die 600m Schwimmstrecke. Die ersten Reaktionen, kalt - nass - und wieder kalt! Egal, jetzt mussten wir da durch.

Zunächst blieben wir 4 die ersten Meter zusammen, ehe Paul die "Freigabe" erhielt und den Turbo zündete. Wir anderen 3 verfolgten eher eine andere Rennstrategie, nämlich es ist immer gut, wenn man das komplette Feld vor sich hat und sehen kann was so passiert. Klingt irgendwie besser als, wir waren einfach echt langsam und schwommen dem Feld hinterher.

Abgesehen von den vielen Wasserrosen, welche permanent zwischen den Armen und Beinen auftauchten, kamen wir mit diesem Element ganz gut zurecht. Geholfen hat auch das sichere Gefühl im Wasser, welches einem die vielen Boote der DLRG vermittelten.

Paul kletterte nach sehr guten 16:07 Minuten aus der Havel, Leo folgte nach 18:23 Minuten, dann Tom mit 18:31 Minuten und zu guter Schluss dann Marcus mit 19:23 Minuten. Der Teil, vor welchem wir alles den größten Respekt hatte war geschafft. Nun konnte es nur besser werden.

Unter dem Applaus der Zuschauer ging es in die Wechselzone.

Auch hier wurden wieder die Zeiten gemessen, jene sahen jetzt wie folgt aus:

Paul: 2:27 min.

Leo: 3:240 min.

Thomas: 2:56 min.

Marcus:3:239 min. (0,1 Sekunde schneller als Leo, haha)

Da die Top Leute die Wechselzone in unter einer Minute passierten, gibt es hier sicherlich noch ein wenig Einsparpotential. Ich für mich könnte sicherlich das gemütliche Hinsetzen und in Ruhe abtrocknen noch ein wenig flinker gestalten.

Also ab auf die Räder und los ging es, 20km radeln stand jetzt an. Gepushed von zahlreichen Fans, welche die Strecke säumten wurde ordentlich in die Pedale getreten. In dieser Disziplin gab es Materialvorteile bei Paul und Tom, welche mit rennradähnlichen Gefährten antraten. Leo und Marcus wählten die klassische Radvariante.

Die ersten Kilometer in Ketzin verliefen sehr gut, zwar waren die Beine schwer vom Schwimmen, aber durch den permanenten Applaus vom Rande der Strecke war die Motivation groß. Als der Streckenverlauf aufs freie Land hinaus führte, wurde die Anstrengung schon größer und als es nach geschätzten 10km auch noch zur Bergetappe mit ordentlich Gegenwind ging, da war das Radfahren doch nicht mehr so wunderschön.

Nachdem der Ort Etzin (sehr kreativer Name) passiert war, ging es die letzten 5km mit Rückenwind wieder nach Ketzin. Hier stieg auch wieder die Stimmung und es gab den letzten Wechsel hin zum Laufen.

Zuvor jedoch unsere Zeiten auf dem Rad.

Paul: 45:05 min.

Leo: 45:31 min.

Tom: 46:45 min.

Marcus: 49:38 min.

Die ersten Teilnehmer waren längst im Ziel, als wir uns auf die Laufstrecke begaben. Die ersten Meter waren die Hölle und die 5km schienen nicht machbar zu sein. Die Beine waren schwer, die Wärme drückte aufs Gemüt und eigentlich war man schon echt gut durch zu diesem Zeitpunkt. Nichts desto trotz wurde noch einmal quer durch Ketzin gelaufen. Mit der Zeit lief man sich auch ein und so wurde Kilometer für Kilometer abgerissen, bis das Ziel plötzlich ganz nah war und wir unter dem Applaus der vielen Unterstützer jeder für sich einlaufen konnte.

In dieser Disziplin konnte Leo nochmals richtig Boden gut machen, wie die Zeiten auch zeigen:

Paul: 27:00 min.

Leo: 25:34 min.

Tom: 29:18 min.

Marcus: 31:44 min.

Insgesamt ergaben sich letztendlich folgenden Gesamtzeiten und Platzierungen:

Paul: 1:30,40 h Platz 152

Leo: 1:32,53 h Platz 168

Tom: 1:37,32 h Platz 191

Marcus: 1:44,10 Platz 209

Ein Ergebnis, welches sich ganz sicher sehen lassen kann.

Überglücklich, dass wir alle unseren ersten Triathlon gemeistert haben, genossen wir noch etwas die Zeit in Ketzin/Havel. Simon, welcher direkt vor Ort wohnt, hat uns noch zum Grillen eingeladen und so konnten wir das Event vor Ort noch ein wenig sacken lassen und genießen.

Eines steht schon jetzt fest, der Ketziner Fischerman wird ganz sicher ein fester Bestandteil in unserem jährlichen Eventkalender. So viel Leidenschaft, Einsatz und positive Grundeinstellung wie dort findet man leider nur selten. Wir hatten zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, dass sowohl der Ort, als auch die Region komplett hinter diesem Triathlon steht und jeder einzelne zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen hat. Weiter so! Ironman wir kommen!!! 

Die letzten 100m! 

 

Unser TEAM- Wagen!!